Da sagt die Pomeranze… Bitterorangen-Sirup

Kürzlich kam ich nach Hause und fand vor unserer Tür ein großes Paket. Liebe Freunde aus Passau hatten mich mit ein paar Kilo selbstgepflückten Pomeranzen bzw. Bitterorangen überrascht. Genauer gesagt mit Passauer Goldpomeranzen, der einzigen absolut winterharten Zitrusfrucht, die nördlich der Alpen überleben kann.
Also was tun damit? Bitterorangenmarmelade ist ja bekannt, aber Marmeladen haben wir im Moment genug im Haus. Also habe ich mich für einen Sirup entschieden. Und es hat sich gelohnt – er schmeckt einfach großartig!
Wer mag, kann einige Kerne separieren und an passenden Orten aussähen – aber bitte nicht unbedingt in der Nähe von Spielplätzen, denn die Pflanzen sind sehr stachelig.
Die Kerne sind übrigens extrem pektinhaltig, was dazu führen kann, dass der Sirup in kalten Räumen geliert (aber keine Sorge, im Warmen wird alles wieder flüssig).

 

Zutaten:

2 kg ungespritzte Pomeranzen
2L Wasser
1,5 kg Zucker
1 EL Zitronensäure oder Saft von 1 Zitrone

ergibt ca. 2,5 l Sirup

 

 

Zubereitung:

Die Pomeranzen waschen und vierteln.
Hier schon eine kleine Warnung: die Früchte sind sehr klebrig bzw. harzig, das Messer und die Hände werden im Anschluss recht schwer zu reinigen sein. Also eventuell Einweghandschuhe benutzen und das Messer schnell reinigen.
Wer mag, kann ein paar von den schönsten Früchten mit einem Sparschäler schälen und die Schalen anschließend trocknen. Die getrockneten Schalen kann man dann für Tee (soll appetitanregend und magenberuhigend wirken) oder zum Backen, für Desserts ect. verwenden.

Die Pomeranzen in einen großen Topf geben und mit zwei Liter Wasser bedecken. 20-30 Minuten kochen, gelegentlich umrühren. Anschließend alles durch ein Sieb geben und gut ausdrücken (wer den Sirup ganz klar möchte, benutzt einen Melitta-Filter).

Die Flüssigkeit zurück in den Topf geben und mit dem Zucker und der Zitronensäure nochmals aufkochen.

Den fertigen Sirup noch heiß in vorbereitete, sterilisierte Flaschen abfüllen.

(Friederike)

 

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