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Tortas de Aceite

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Unglaublich – es gibt doch noch Dinge, die man bei uns noch nicht in jedem Supermarkt kaufen kann!
Also absolut mitbringseltauglich. Dazu gehören zum Beispiel die Tortas de Aceite (auch Tortas Sevillana) aus Spanien. Die bekanntesten stammen
von Ines Rosales – kennt Ihr die? – und schmecken sehr apart.

Rezepte für die Tortas sind im Internet rar (auf deutsch habe ich gar keine gefunden) und oft nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Was also tut die kluge Hausfrau? –  Sie liest die Zutatenliste auf der (Ines-Rosales-)Packung und produziert aus diesen Zutaten ein leckeres Gebäck, das dem Original geschmacklich dann doch erstaunlich ähnlich kommt.

Knusprig, süß und gleichzeitig mit einer leicht herben Note passen die Tortas auch wunderbar als Cracker zu Wein oder Bier.

 

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Zutaten für ca. 12 Stück:

20 g (1/2 Würfel) frische Hefe

100 ml Olivenöl extra vergine
1 TL Anissamen
1 TL Fenchelsamen (ersatzweise 2 TL Anis)
2 TL Sesam (ich habe schwarzen genommen, weißer geht sicher auch)

300 g Mehl Typ 550
100 g Zucker (normaler weißer)
1 TL Zimtpulver
Prise Salz
etwas warmes Wasser nach Bedarf

noch etwas extra Olivenöl, Zucker und Anissamen zum Bestreuen

 

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Zubereitung:

Einen Vorteig aus der Hefe, einer Prise Zucker und etwas lauwarmen Wasser herstellen.

Anis, Fenchel und Sesam in einem Mörser etwas zerkleinern.
Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, bis es leicht zu qualmen beginnt. Von der Flamme nehmen, die Anismischung einrühren und das Öl etwas abkühlen lassen.

Das Mehl mit Zucker, Salz und Zimt mischen. Das Olivenöl zugeben und die Masse gut durchmischen. Zuletzt die Hefe zugeben und kneten, bis ein geschmeidiger, glatter Teig entsteht. Je nach Bedarf etwas warmes Wasser oder Mehl zufügen. Den Teig 1-2 Stunden abgedeckt an einem warmen, zugfreien Ort gehen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 230° C vorheizen.
Etwa tischtennisballgroße Kugeln formen. Auf Kreise von ca. 15 cm Durchmesser ausrollen oder ziehen/drücken.
Die Ränder dürfen dabei etwas dicker bleiben, insgesamt können die Tortas ruhig etwas unregelmäßig ausfallen.
Auf ein Blech mit Backpapier legen, mit etwas Olivenöl bestreichen, mit einer Prise Anis und einer dünnen Schicht Zucker bestreuen.

In wenigen Minuten (je nach Geschmack 5-10 min.) backen, bis die Tortas vom Rand her bräunen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Heiß sind sie noch ganz weich, werden beim Abkühlen aber knusprig.

Am besten zugedeckt aufbewahren, damit sie schön resch bleiben.

(Friederike)

8 Kommentare

  • Marion

    Liebe Friederike,
    jetzt auch hier: Habe gerade beim Lidl echte spanische Tortas de Aceite (leider nicht von Rosales) ergattert + bin bei der Suche nach einem Rezept auf deinen wunderbaren Beitrag gestoßen- Danke!!
    Wirklich leckeres Gebäck, werd ich sicher auch mal selbst probieren herzustellen…

  • Sabine

    Danke für das Rezept, endlich eines auf Deutsch!
    Sehr lecker auch mit abgeriebene Orangenschale (Bio natürlich)

  • Christian Meyer

    Hallo, du schreibst Sie passen gut zu Wein oder Bier. Ich habe sie gestern im Mercadona gekauft (hatte den Beitrag hier nicht gelesen, mir gefiel nur die Verpackung), allerdings finde ich sie begleitend zu diesen Getränken doch etwas zu süss, glaube Kaffee wäre mir lieber …
    Ansonsten aber sehr lecker!
    Christian

  • Tina

    Toll, daß ich dank dir endlich ein Rezept dafür habe Werde sie allerdings mit braunem Rohrohrzucker backen, da der (angeblich) in der traditionellen Herstellung verwendet wurde. Ach ja, und Orangenzeste, wie hier schon jemand meinte.

  • marie-Luise

    Danke für dein super Rezept,Ich kenne die orginal Tortas de Aceite von Ines Rosales. Ich wohne ja auch in der Gegend wo sie hergestellt werden.Hab schon die mit Zitronenabrieb gegessen,so lecker….. deine Seite hab ich mir gespeichert.
    Wenn man die Tortas selber herstellt kann der Zucker nach eigenen Wünschen obendrauf gestreuet werden, ich habs lieber nicht so süss,deshalb hatte ich ein Rezept gesucht.
    Liebe Grüsse Marie-Luise

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