Schürzenkleid

Heute stelle ich Euch meinen ersten kleinen Eigenentwurf vor, ein Schürzenkleid bzw. -rock.

Die Grundidee dabei ist denkbar einfach: zugrunde liegt ein Rechteck, das um den Körper gewickelt wird (ähnlich wie ein Handtuch in der Sauna) und mittels Druckknopf am Rücken verschlossen wird. Noch Träger daran angebracht – fertig!

Der Clou an dem Rock ist, dass er mittels (nicht sichtbarer) kleiner Druckknöpfe auf der Innenseite der Träger auf drei verschiedene Längen einstellbar ist: lang auf Hüfthöhe, mittellang auf Unterbrusthöhe und kurz auf Brusthöhe.

 

 

Hier verschiedene Ansichten des Rockes auf mittlerer Höhe. Man erkennt schon, dass es ratsam ist, eine Hose oder ein Kleid darunter zu tragen: von hinten stellt sich sonst der OP-Kittel-Effekt ein.

 

 

An Material braucht es weiter nicht viel: lediglich ein Paar große Druckknöpfe, pro Träger 3 (insgesamt also 6) Paar kleine Druckknöpfe und zwei schlichte Metallschlaufen (ich habe meine von einer alten Umhängetasche, von der ich mich getrennt habe – sie sind aber auch neu sehr günstig zu bekommen). Dabei bitte beachten, dass die Metallschlaufen etwas breiter sein müssen, als die Träger. Bei mir sind die Schlaufen ca. 5.5 cm breit, und die Träger 4.5 cm.

Ach ja, und den Stoff brauchen wir natürlich auch noch.

Wie schon erwähnt, ist die Wahl eines schönen Stoffes für das Nähergebnis absolut ausschlaggebend. Hier habe ich einen etwas festeren, aber trotzdem weich fallenden, dunkelblau/antrazithfarbenen Baumwollstoff (mit etwas Wollanteil) ausgewählt, der auf der Vorderseite etwas gerippt ist.

 

 

Aus nachfolgender Szizze könnt Ihr die Vermaßung auslesen. Für die tatsächliche (End-)Gesamtbreite nehmt Ihr Euren Unterbrustumfang plus 10 cm. Die (End-)Gesamtlänge ist hier 57 cm bei einer Körpergröße von ca. 1,67 m, das könnt Ihr je nach Geschmack und eigener Körpergröße variieren.

Vergesst beim Zuschneiden natürlich nicht, genügend Schnittzugabe zum Umschlagen der Kanten zuzugeben.

 

 

Die Träger habe ich aus doppelt zusammengelegten Streifen genäht.

Ganz am Schluss habe ich die Druckknöpfe angebracht. Dabei ist der äußerste Knöpf ein „Männchen“, die drei anderen die „weiblichen“ Gegenstücke.

Hier noch ein paar Detailansichten:

 

 

Ja, und so sieht das Ganze dann fertig aus (bei mittlerer Höhe):

 

(Friederike)

P.s.: die netten Fotos von mir hat übrigens Astrid geschossen – wie auch schon im Beitrag zum japanischen Wickelkleid. Nochmals vielen Dank dafür! 


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