Jiǎozi – chinesische Teigtaschen

Hier kommt eines meiner absoluten Lieblingsgerichte – ich könnte mich ja hineinlegen in diese leckeren Teigtaschen. Füllungen gibt es natürlich die Verschiedensten, dies hier ist nur eine von vielen Varianten.
Wenn jemand von Euch eine schöne vegetarische Füllung weiß, freue ich mich über Vorschläge.
Das Rezept ist leider nicht ganz unaufwändig, also plant etwas Zeit ein…

 

Für den Teig (ergibt 28 Stück):

300 g Mehl 550
warmes Wasser nach Bedarf
knapper TL Salz


Für den Teig:

ca. 250 g Hackfleisch
ca. 300 g Pak Choi (alternativ Mangold oder Spinat)
2 EL Sonnenblumenöl
3 EL Sherry
1 EL Zucker
1 EL gekörnte Brühe
kräftige Prise Salz, Pfeffer
Schuss kaltes Wasser

 

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Zubereitung:

Zunächst den Teig kneten: dazu das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben. Etwas warmes Wasser zugeben, den Teig kräftig kneten. Wenn der Teig zu trocken ist, noch etwas mehr Wasser zugeben. Sollte er zu nass werden, etwas Mehl hinzufügen. Nach ca. 10 Minuten Kneten sollte ein glatter, geschmeidiger Teig entstanden sein.
In Frischhaltefolie wickeln und beiseite stellen (nicht in den Kühlschrank).

Inzwischen den Pak Choi (Mangold/Spinat) waschen und ein paar Minuten blanchieren. Abschrecken und abtropfen lassen, anschließend fein hacken und in eine Schüssel geben. Die übrigen Zutaten der Füllung dazu geben und alles gut durchmischen.

Den Teig in 4 Teile teilen. Das erste Teil zu einer Rolle formen und in 7 gleich große Stücke schneiden.
Auf einer bemehlten Fläche die Teigstücke zu Kreisen mit etwa 8 cm Durchmesser walzen (am besten mit einer kleinen chinesischen Nudelrolle – siehe Foto).
Auf jeden Kreis ca. 1 EL der Füllung geben.
Die zwei gegenüberliegen Teighälften zusammendrücken. Nun die Teigtasche schließen, indem man den Teig der einen Seite gegen die andere rafft. Es sollte so ähnlich aussehen wie auf den Fotos. Gut zudrücken. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Nun gibt es drei verschiedene Garmethoden (ich mache meistens einen Teil gedämpfte, einen Teil gebratene Jiǎozi):
Dämpfen im Bambuskörbchen:
Mein Favorit – natürlich. Die Dampfkörbchen mit etwas Öl einpinseln, damit die Täschchen nicht festkleben, alternativ etwas Backpapier einlegen.
Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, auf dem sich die Körbchen passend aufsetzen lassen.
Die Jiǎozi in den Körbchen verteilen, nicht zu eng, sie sollen etwas Abstand zueinander haben. Die gestapelten Körbchen auf den Topf stellen – den Korbdeckel nicht vergessen – und ca. 20 Minuten dämpfen lassen.
Braten:
In einer schweren Pfanne etwas Erdnuss- oder Sonnenblumenöl erhitzen. Die Teigtaschen nebeneinander setzen und einige Minuten bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Böden schön gebräunt sind. Vorsichtig wenden und von den anderen Seiten fertiggaren.
Kochen:
Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Die Jiǎozi portionsweise vorsichtig hineinlegen. Aufkochen lassen und mit kaltem Wasser ablöschen. Den Vorgang 3 mal wiederholen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen.

Eventuelle Reste der Füllung forme ich zu kleinen Knödelchen und dämpfe oder brate sie mit.

Dazu passt zum Beispiel der 1-2-3-Dip, etwas geröstete Chilipaste (Glas auf dem Foto, Asiamarkt) oder auch als Beilage der asiatische 5-Minuten-Gurkensalat.

 

Jiaozi1

(Friederike)

 

Dieses Rezept ist ein Beitrag zum filmischen Blog-Event “Schau mir in den Backofen, Kleines” bei Beckys Diner.
Die Jiaozi gibt es zu sehen in einem meiner Lieblingsfilme „Eat drink man woman“ von Ang Lee.
Schon im Vorspann kann man sehen, wie der großartige Hauptdarsteller diese Spezialität mit unglaublichem Geschick zubereitet.

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1 Kommentar

  1. Becky wrote:

    Oh, wie schön, noch so ein toller Beitrag zu meinem Event, vielen Dank dafür. 🙂 Ich liebe Baozi sehr, Jiaozi habe ich noch nicht probiert, will das aber dringend bald mal ändern. Vielleicht benutze ich ja dein Rezept dafür.
    Grüße, Becky