Spezial

Teilnahme an der Preisverleihung  AMA Food Blog Award 2015 in Wien

Im Sommer hatte Friederike einige unsrer Rezepte beim AMA Food Blog Award (Österreich) in unterschiedlichen Kategorien eingereicht. In der Kategorie „Typisch Regional“ kamen wir mit unsren Mangoldknödeln in die engere Auswahl – das Rezept wurde für die Shortlist nominiert – und gleichzeitig waren wir zur Preisverleihung nach Wien eingeladen. Da ich zu der Zeit zufällig beruflich die Hauptstadt Österreichs besuchte, war es für mich selbstverständlich, an dem besonderen Ereignis teilzunehmen.

Treffpunkt für die Ortsunkundigen war der Praterstern, wo uns Alex vom AMA Food Blog Award überaus herzlich begrüßte und unsre Gruppe eine knappe dreiviertel Stunde mit der S-Bahn in nordwestliche Richtung nach Schleinbach begleitete. Von dort aus fuhren wir per Shuttle-Service zur „Bergmühle Stadtflucht“, einem schönen Anwesen mit heimeligem Interieur. (Weitere Infos siehe: http://www.stadtfluchtbergmuehle.at)

Mit unsrer Ankunft waren alle TeilnehmerInnen des Abends komplett. Nochmal wurden wir herzlich begrüßt und mit einem Drink willkommen geheißen und so allmählich wuchs bei einigen der knapp 50 Anwesenden die Aufregung ob der ausstehenden Preisverleihung.

award_vorher award_regal_bohnen food_rocks

Eröffnet wurde der offizielle Teil des Abends mit einer Einführungsrede, Ansprachen der beteiligten Juroren und Informationen zum Verein „Bergmühle Stadtflucht“. Anschließend wurden die Preise verliehen und den Gewinnern von allen Seiten gratuliert. Leider ging unser Rezept dieses Mal leer aus, aber wir sind trotzdem stolz darauf, an dem Award teilgenommen und es in die Endausscheidung geschafft zu haben – Dabeisein ist alles!

preisverleihungansprache

Abgerundet wurde der Abend mit einem mehrgängigen Menü, bei dem einige Rezepte der SiegerInnen des Wettbewerbs umgesetzt worden waren. So konnten wir uns gleich von der Qualität der preisgekrönten Leckereien überzeugen.

tisch_gedecktveganer bratenHirschgulaschdessert

Alles in allem ein rundum super Abend! Schade, dass Friederike, die ausgerechnet zu der Zeit in Urlaub auf Mallorca war, nicht dabei sein konnte. (Astrid)

Weitere Infos unter http://foodblogaward.at

wein

Bahlsen Sweet on Streets Cookie Brunch:
„Modern Baking Trends aus Brooklyn“

Anfang September waren Friederike und ich zum Bahlsen Sweet on Streets Cookie Brunch unter dem Motto „Modern Baking Trends aus Brooklyn“ eingeladen. Er fand in der Münchner „Kochgarage“ statt, einer sehr netten Koch-Location, versteckt in einem romantischen Hinterhof in der Nymphenburger Straße.

In angenehm lockerer Atmosphäre berichtete Jeanny vom Blog zuckerzimtundliebe.de von ihrer kulinarischen Reise nach New York, wo sie für Bahlsen als Trendscout unterwegs war. Sie zeigte die tollen Locations, die sie besucht hat und erzählte von den ganz außergewöhnlichen Kombinationen, die diese Cafés in Sachen Süßes gewagt haben.

Davor und danach konnten wir uns bei einem leckeren Buffet mit viel Herzhaftem und Fruchtigem bedienen, wie die Fotos unten zeigen. An Getränken gab es neben verschiedenen Kaffeesorten auch ganz interessante Frucht- bzw. Smoothy-Mischungen aus einer kleinen Münchner Manufaktur, die wir selbstverständlich auch probierten.
Zum Abschluss gab es für alle noch einige Sweets, neu entworfene Cookies zum Mitnehmen.
Fazit: Ein nettes Treffen, auch um neue Kontakte unter den Münchner BloggerInnen zu knüpfen.

 

brunch1brunch2brunch4brunch5brunch6brunch7brunch8brunch9brunch11brunch12

 

Rundreise in Kappadokien

 

Ballonfahrt1

Kurz nachdem Friederike und Oliver in Istanbul waren, reiste auch ich mit einer Freundin für eine Woche in die Türkei. Für uns ging es zuerst für eine Nacht nach Antalya und dann gleich weiter nach Kappadokien, zu einem kleinen bezaubernden Landstrich in Zentralanatolien. Wir hatten uns einer Reisegruppe angeschlossen, mit der wir nicht nur die unglaublichsten Orte besichtigten, sondern auch kulinarisch sehr verwöhnt wurden.

Am Mittag erhielten wir immer ein Drei-Gänge-Menü. Neben wenigen Fleischgerichten servierte man uns ganz frisches, sehr schmackhaftes Gemüse in verschiedenen Kombinationen als Vor- oder Hauptspeise. Zum Nachtisch gab es neben getrockneten Früchten häufiger eine Art Milchreis, was nicht jedermanns Geschmack ist. Aber dennoch gab man sich mit uns sehr viel Mühe und wir dankten es, indem wir die oft üppigen Portionen auch artig aufaßen. Abends erwartete uns wieder ein reichhaltiges Buffet in dem Hotel, wo wir die Nächte während unsres Kappadokienauftenthaltes verbrachten. Auch das war sehr reichhaltig an Vor- und Nachspeisen, sodass ich in der Regel die Hauptspeise ausließ. Bei so tollen Vorspeisen brauche ich keine Hauptmahlzeit.

Märkte sahen wir zwar nicht wirklich, doch gab es in den verschiedenen kleinen Orten Stände, an denen man alles Mögliche an Dörrobst, Nüssen, Sirups und allerlei lokal hergestellten Nahrungsmitteln erwerben konnte, was wir selbstverständlich auch taten. Zum Beispiel kauften wir getrocknete Erdbeeren, die ein Gedicht waren. Das meiste andere Trockenobst ist uns hier schon lange bekannt. Interessant fand ich aber beispielsweise diese komischen pilzähnlichen getrockneten Dinger an den Ständen. Es handelte sich – wie wir erfuhren – um getrocknete Auberginen. Das hätte ich nie erraten.

Landschaftlich ist Kappadokien ein Traum. Und jeder, der diese Gegend der Türkei besucht, sollte unbedingt eine Ballonfahrt machen, denn der Blick von Oben gewährt eine gänzlich neue Perspektive auf die Schönheit dieser Gegend.

Nach viel Busfahren und vielen Besichtigungstouren auch der frühchristlichen Höhlenkirchen ging es wieder ab nach Antalya, wo wir endlich unsren Markt in einem früheren Karavanserail fanden, in dem wir dann insbesondere für unsre Daheimgebliebenen kleine Souvenirs kauften, die sich auch garantiert verbrauchen, z. B. Nana-Minze, Sumack, bunten Pfeffer, Tee des Sultans – ein ziemlich heftiges Gebräu, wenn man das Pulver mit kochendem Wasser übergießt, tut aber sehr gut bei grippalen Infekten.

Nun sind schon wieder so einige Wochen ins Land gezogen, dennoch sind mir die Bilder, die sich mir während der Reise einprägten, immer noch sehr lebendig vor Augen. (Astrid)

 

Baum_Boeses Auge Mezze1 Eierspeise Feigendessert Orangentee KornblumeEfes_Bier suesser_nachtisch Food_Carving tuerischer_Kaffee Mohnblume1Orangensaft_frischTrockenfruechte_NuesseNuesse_Getrocknete_Fruechte1Nuesse_Getrocknete_FruechteKraeuterstandtomaten_auberginenTongefaesseballon_liegendBallon_SonnenaufgangBallonfahrtBallon_PilotCupcakes_FelsenAvanos_Cafe_Toepfereituerkisches BadWasserbehaelterAyvar_KuhAntalya_Antonia_KlavierAntalya_PferdekutscheAntalya_telefonzelleSuesses_Herz

 

 

Istanbul

istanbul23

Einmal nach Istanbul fahren – das war schon lange ein Traum von uns.
Dieses Jahr haben wir ihn einfach wahr gemacht.
Die Stadt ist großartig – sehr modern und gleichzeitig sehr traditionell. Auf der einen Seite das Tor zum Orient, auf der anderen fühlt sie sich auf merkwürdige Weise sehr vertraut an.
Es ist unglaublich belebt, von den 9 Millionen (offiziellen) Einwohnern laufen gefühlte 8 Millionen durch die Straßen, während die andere Million versucht, irgendetwas zu verkaufen. Unzählige Mini-Lädchen, überall Schubkarren mit Antiqitäten, Souveniers, Nüssen, Maulbeeren oder Melonen; Buden mit gebratenen Maiskolben, Sesamkringeln, gefüllten Muscheln oder Maroni, Dönerbuden oder Çay-Cafes mit teilweise nicht mehr als 2 qm Grundfläche – unglaublich!
Das Basarviertel: ein einziges Gewurle – natürlich auch sehr touristisch – jedes Gässchen thematisch geordnet. Mittendrin die traditionelle Kaffeehandlung Mehmet Efendi (1.Reihe/3.Bild), wo ein halbes Duzend Jungs den Kaffee im Schaufenster in Rekordtempo in Tüten packt, während die Käufer geduldig in der langen Schlange stehen, das abgezählte Kleingeld bereits in der Hand.
Am Bosborus entlang (auf europäischer wie auf asiatischer Seite) viele Imbisse mit Balik Ekmek, frisch gegrillten Fischfilets mit Salat, Zwiebeln und gehacktem Kraut in Weißbrot (4.Reihe/4.Bild) – lecker! Manche dieser Imbisse verkaufen den Fisch direkt aus Booten heraus, die aussehen wie übergroße Plastikgondeln aus Disneyland – sehr lustig (4.Reihe/2.+3.Bild).
Und dieser herrliche Süßkram! Baklava in allen Varianten überall, und natürlich Lokum, aber auch Tartes und Croissants, die sich vor den französischen nicht verstecken müssen.
Eine schöne Zeit in einer ungewöhnlichen Stadt, in der noch so viel zu entdecken wäre…
– wer weiß, vielleicht fahren wir noch einmal hin.
(Friederike)

istanbul21 istanbul20 istanbul19 istanbul18 istanbul26istanbul17 istanbul16istanbul9 istanbul11istanbul4istanbul13istanbul14  istanbul12    istanbul7 istanbul6 istanbul10istanbul5istanbul24  istanbul2 istanbul1

 

Backen für ein leckeres Sonntagsfrühstück

Neulich fand in Mels Café in München-Sendling ein Backkurs statt, bei dem alle Teilnehmerinnen – Männer waren keine anwesend – viel Interessantes rund um das Backen nicht nur für ein leckeres Sonntagsfrühstück erfuhren. Wir waren insgesamt acht neugierige Frauen plus Mel und Luisa, die uns in diese Kunst einweihten. Auf dem Programm standen Baguette, Brot, Brötchen, Croissants, Pain au Chocolat, Kuchen aus dem Glas und – unschlagbar – Zimtschnecken.

Als Willkommensgruß gab es erst einmal ein Glas Sekt und ein Stück Quiche, mit Speck oder vegetarisch. Das war ein schöner Einstieg!

Dann teilten wir uns auf, die einen gingen in die warme Backstube zum Brot- und Brötchenbacken, die andere Gruppe beschäftigte sich mit der Zubereitung von Croissants. Es war schon ganz schön spannend, insbesondere als das Geheimnis richtig guter Croissants gelüftet wurde. In einem Teig mit u. a. 500 g Mehl und 100 g Butter, der für ca. 20 Croissants reicht, wird noch einmal ein halbes Pfund Butter verarbeitet. Mel meinte, in Frankreich nehme man sicherlich noch mehr Butter. Puh, das ist nichts für die schlanke Linie! Aber dafür – wie wir später feststellten – garantiert was für die Gaumenfreuden.

Als wir alle mit Teigkneten, Ausrollen, Formen beschäftigt waren, erfuhren wir Verschiedenes voneinander, so auch, dass ich mit Friederike den Küchentratsch-Blog betreibe und ich gerne einen Beitrag über diesen sehr netten, olfaktorisch und gustatorisch spannenden und informationsreichen Abend verfassen würde. Also ging es auch ans Bildermachen, die Optik darf ja nicht fehlen.

Mel und Luisa hatten für uns schon die vielen Teige, die wir im Laufe des Abends verarbeiteten, vorbereitet, denn sie brauchen ein Weilchen, bis sie gebrauchsfertig sind. Die Teige, die wir nacheinander herstellten, wurden auch wieder für die nächsten Tage zubereitet. Schlau! Nun, ansonsten hätte der Kurs über mehrere Tage gehen müssen. Das zeigte uns auch, dass wir nicht schnell mal einen Brunch für Freunde zaubern können. Um eine solche Vielfalt zu gestalten, wie wir sie an dem Abend sehen und schmecken durften, müsste man wohl schon am Freitagabend anfangen, um Sonntagfrüh ab sechs Uhr in der Küche zu stehen und gegen elf Uhr vormittags dann fröhlich lächelnd die Gäste zu empfangen. Man muss schließlich bedenken, dass wir Kursteilnehmerinnen Laien sind und uns sogar das Bemehlen der Arbeitsfläche nicht so lockerflockig von der Hand geht wie Luisa, zumindest noch nicht. Kann ja noch werden.

Als dann Mel die ersten gebackenen Baguettes aus dem Ofen hervorholte und wir sogleich probieren konnten, waren wir alle hellauf begeistert. Der Aufwand hatte sich allein schon wegen des ganz besonderen Baguettes gelohnt. Aber das war erst der Anfang. Es gab nacheinander alles zum Kosten und die verschiedenen Backwaren schmeckten wirklich toll. Doch irgendwann ist auch der größte Magen satt. Deswegen stellte uns Mel Tüten hin, in die wir die Ergebnisse des Kurses einpacken konnten.

Daheim angekommen, schwärmte ich meinem Mann von diesem herrlichen Abend vor und am nächsten Tag konnte sich Uwe von der unschlagbaren Qualität des Gebäcks überzeugen, das Mel und ihre Mitarbeiterinnen in ihrem Lädchen auch anbieten.

(Astrid)

 

Broetchen_LuiseBroetchenrohlingeBroetchen_fertigBroetchennestBaguette_AufschnittTeig ausbreitenZimtschnecken_TeigCroissantrohlingeCroissants_fertigGlaeser befuellenKuchen_im Glasskript

 

 

LIEBSTER award

liebster_award

Jetzt hat es uns auch erwischt: Tina von Lecker & Co hat uns für den LIEBSTER award nominiert,
vielen Dank dafür, wir fühlen uns sehr geehrt!

Das Ganze hat ja erst einmal ein bisschen was von einem Kettenbrief, aber es geht weder um Geld, noch entsteht irgendjemandem ein Nachteil. Es handelt sich vielmehr um eine Anerkennung von Bloggern untereinander – inzwischen sogar weltweit, und das ist ja wirklich eine schöne Idee.

Die Idee:
Beim LIEBSTER award geht es darum, neue oder kleine Blogs zu entdecken und bekannter zu machen, und mehr über die Personen dahinter zu erfahren.

Die Regeln:
1. Danke der Person, die dich für den LIEBSTER award nominiert hat, und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.
2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den LIEBSTER award, die bisher weniger als 1.000 Facebook-Follower haben.
4. Stelle eine Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
5. Schreibe diese Regeln in deinen LIEBSTER award Blog-Artikel.
6. Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

Die Fragen an uns:
1. Wer bist du? Beschreibe dich mit drei Worten.
Astrid und Friederike 🙂
2. Was willst du mit deinem Foodblog erreichen? Was möchtest du der Welt da draußen mitgeben?
Freude am Kochen, Respekt vor Lebensmitteln, Spaß am Ausprobieren von Neuem, unsere Besucher inspirieren.
3. Hast du schon mal was gekocht oder gebacken, das dir eigentlich gar nicht schmeckt nur um einen Post darüber schreiben zu können?
Nein. Alles was wir bloggen, wird vorher (meist ausgiebig) getestet und für gut befunden. Was uns nicht schmeckt, wird nicht geposted. Anders ginge das gar nicht.
4. Was gefällt dir am meisten am Kochen/Backen?
Der kreative Akt, zum Beispiel beim Kombinieren der Zutaten und Gewürze bzw. Kräuter, das Verarbeiten von neuen, uns unbekannten Zutaten, Rezepte aus anderen Ländern, die uns inspirieren, auszuprobieren.
5. … und worauf könntest du getrost dabei verzichten?
Abwasch und Küche danach reinigen.
6. Wen würdest du gerne mal in deine Küche einladen?
Elzar, den vierarmigen Koch aus Futurama, mit seinem Gewürzwiesel.
7. Wie viele Fotos machst du normalerweise, um das eine zu bekommen, das du dann auf dem Blog veröffentlichst? Und inwieweit bearbeitest du diese?
Wir haben kein Fotostudio und arbeiten mit einer einfachen Kamera. Die Fotos kommen 1:1 aus unserer Küche, so wie wir eben kochen. Daher können es schon 10-50 Stück sein, bis ein Foto gelingt. Nachträglich wird dann der Ausschnitt bestimmt und die Farben korrigiert. Wir kochen (und fotografieren) meist abends bei Kunstlicht, da haben die Bilder oft einen Gelbstich, der muss natürlich raus, soweit es geht.
8. Verrate uns deinen ultimativen Küchen-/Koch-/Back-Tipp.
Viel Geduld, viel Liebe, den Geschmack schulen durch Abschmecken.
9. Was machst du außer dem Bloggen gerne in deiner Freizeit?
Comics lesen, Flohmarkt gehen, Basteln und Werkeln, Lesen (am liebsten gute Science Fiction) und Filme gucken (F); neue Ideen spinnen, Handarbeiten und Rumwerkeln mit unterschiedlichen Materialien, Reisen und natürlich Flohmarktbesuche (A).
10. Hast du noch andere Namensideen für deinen Blog gehabt? Verrätst du uns einen?
Nein, der Name „Küchentratsch“ war sofort da und passte einfach.
11. Mit wem würdest du gerne mal ein kulinarisches Päckchen tauschen?
Mit dir? 🙂

 

Wir möchten für den LIEBSTER award nominieren:
Beckys Diner
LanisLeckerEcke
German Abendbrot
engelchens-probierstuebchen
magentratzerl

Und hier sind unsere Fragen an euch:
1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
2. Bist du zufrieden mit deinem Blog?
3. Wie wichtig sind dir deine Bilder/Fotos?
4. Gibt es bei dir immer kaltes Essen, weil du es erst fotografieren musst?
5. Wie viele Kochbücher hast du?
6. Siehst du gerne Kochsendungen im Fernsehen/Internet?
7. Was ist dein absolutes Lieblingsgericht?
8. An welches Gericht hast du dich noch nicht heran getraut?
9. Welche 5 Gewürze verwendest du am liebsten?
10. Gibt es Lebensmittel, die du gar nicht leiden kannst?
11. Kochst du manchmal Rezepte von anderen Bloggern nach?

 

Horchata de Chufa (Orxata de Xufes)

Die Horchata de Chufa – zu deutsch: Erdmandelmilch – ist eine Spezialität aus Valencia, die es mir bei unserem Trip dorthin auf der Stelle angetan hat. Trotz des Namens ist die Erdmandel nicht mit der herkömmlichen Mandel verwandt. Es handelt sich um kleine Knollen, die in der Region Valencia angebaut werden und für die Horchata gepresst, mit Wasser und Zucker zur „Milch“ aufgezogen werden.
Am besten schmeckt die Erdmandelmilch ganz kalt mit vielen Eiswürfeln, etwas Zimt und Fartons zum Tunken (das längliche Hefegebäck auf dem Foto) als südländisches Frühstück oder als erfrischende kleine Zwischenmahlzeit.
Geschmacklich erinnert mich die Horchata ein wenig an Chai-Tee (aber dann halt doch wieder anders) – so lecker –
und gesund soll sie auch noch sein!
(Friederike)
orxata

 

Sommerferien in England und Irland

Dieses Jahr waren Uwe und ich drei Wochen auf den Britischen Inseln.

Unser Urlaub begann in London, wo wir das East End unsicher machten.
Im Vergleich zu den Zeiten vor zwanzig Jahren hat sich kulinarisch sehr viel in der englischen Hauptstadt getan. Nicht nur der Kaffee schmeckt mittlerweile überall sehr gut, sondern auch das Angebot an Nahrungsmitteln und Gerichten ist in London unglaublich reichhaltig und hervorragend. Man muss gar nicht so viel ausgeben, um ein feines Frühstück bestehend aus einem Gemüsebaguette und einem großen Cappuccino zu bekommen. Überall außerhalb der typischen Touristengegenden gibt es kleine Cafés, die einem die Wahl schwer machen. Nach Fisch & Chip-Shops muss man allerdings mittlerweile wirklich auf die Suche gehen. Jamie Oliver sei Dank.

Unser nächstes Ziel war Dublin. Die irische Hauptstadt zeigte sich an unsren ersten Urlaubstagen ganz typisch, zumindest was das Wetter anbelangt. Mal war es sonnig, heiß, mal windig und es regnete ordentlich. Kurz, man musste auf alles gefasst sein.
Auch hier fanden wir schnell nette kleine Cafés und Restaurants neben sämtlichen Fastfood-Restaurants, die die westliche Welt so hergibt. Preislich ist Irland ein wenig teurer als England, aber es gelang uns leicht, bezaubernde Läden zu finden, in denen das Preis-Leistungsverhältnis sehr gut war.
In einem kleinen Café wurden wir besonders freundlich von einer Französin begrüßt, die schon seit neun Jahren in Dublin lebt und seit zwei Jahren einen ganz niedlichen Laden, das „Little Café“ betreibt. Hätte ich ein Café, dann sähe es genauso aus. Die Betreiberin öffnete an einem Spätnachmittag nur für uns ihr Geschäft, obwohl sie eigentlich schon geschlossen hatte. Danach kamen dann dank des Regens weitere Gäste, sodass wir die Tageseinkünfte noch ein bisschen steigerten.
Natürlich mussten wir auch das obligatorische Gericht der Fisch & Chips einmal probieren. Das taten wir gleich direkt am Meer bei Nieselregen. Trotzdem hat es uns geschmeckt. So ab und zu darf es ja doch auch ein bisschen Junkfood sein.

Galway und Cork waren in Sachen Kulinarik genauso gut wie Dublin. Mein Mann und ich hatten das Gefühl, auf einer kleinen Gourmetreise zu sein. Das glaubt einem keiner, wenn er bzw. sie es nicht selbst erlebt hat. Klar, die Läden mit dem wirklich schlechten Essen gibt es natürlich noch, wie überall, und man muss sich ein bisschen treiben lassen und schauen, wohin man zum Essen geht. Aber zum Abnehmen sollte man nicht auf die Britischen Inseln reisen. Zu unseren Favoriten gehörten verschiedene Foccacias, Omeletts und mit Gemüse gefüllte, getoastete Sandwiches zum Frühstück. Abends haben wir tolle Veggieburger und würzige Pfannkuchen gegessen. Dazwischen gab es dann den ein oder anderen süßen Snack, z. B. Karottenkuchen.

Bei unserer Reise fiel uns mal wieder auf, dass die Briten wie auch die Iren sehr freundlich und hilfsbereit sind. Es verging kein Tag, an dem wir nicht mit irgendeiner wildfremden Person ins Gespräch kamen, sei es des Wetters wegen, sei es, um einfach so ein wenig Smalltalk zu führen, bis der Bus kam. Selbst beim Schwimmen im Atlantik wechselten zwei Kraulerinnen und ich ein paar freundliche Worte ob des hervorragenden Wetters und der tollen See, was an dem Tag auch wirklich zutraf. (Astrid)

 

Taxi_London Antiquariat_London Antiquarisches_London Gemueseregal_London Gingerbeer_London Eiswagen_London Dublin_Temple Bar Schaufenster_Dublin Süßes_Dublin Gemueseburger_Dublin Sonnenuntergang_Dublin

 

Kiosk_Galway Deli_Galway Cafe_Galway Cork_Market buntes_Gemuese_Cork Cork_Market_Fische Univiertel_Cork Gemueseomelette Geburtstagstorten_Cork Knoblauchverkaeuferin_Cork

 

Yalla, Yalla nach Marokko!

Über die Osterfeiertage habe ich mich dieses Jahr auf einer Rundreise durch Marokko begeben. Mit dabei waren ein paar Freundinnen inklusive Quotenmann. Insgesamt waren wir 22 Leute, die mit dem Bus von einem Highlight zum nächsten gefahren wurden.

Bei der gut einwöchigen Tour haben wir so viele interessante Eindrücke gesammelt, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Nun, ich versuche es einfach einmal…

Unsere Reise startete am Meer in Casablanca, führte uns ins Landesinnere über Rabat, die Hauptstadt Marokkos, nach Fes, über das Atlasgebirge zu den Ausläufern der Sahara, dann wieder zurück in den Westen nach Marrakesch und schließlich nach Casablanca. Insgesamt fuhren wir mit dem Bus um die 1800 Kilometer, an Höhenmetern bewältigte unser Gefährt gute 2000 Meter.

Marokko ist ein Land voller Widersprüche, sowohl landschaftlich als auch gesellschaftlich.

Wir sahen das Meer leider nur kurz zu Beginn und am Ende unsres Trips. Eine Tour durch die Sandwüste auf einem Dromedar war für uns ein absolutes Highlight. Bei Sonnenuntergang kam es zu einem Sandsturm, sodass wir unseren Wüstenausflug etwas verkürzen mussten. In den Bergen hingegen schneite es über Nacht und am nächsten Morgen hatten wir einen unglaublichen Blick auf Wüste, Oase und verschneites Atlasgebirge zugleich, und das bei herrlichstem Sonnenschein.

 

Casablanca_BeginnStorch im NestReitställeGewürzbergeSüßkramWurzelnGemüseHülsenfrüchteLaden allerleiBekleidungsladenFrauenköpfeMann auf EselLeder_getrocknetGerbereiMann auf EselEsel

 

Gott Köning Vaterland

 

Die Marokkaner, die wir sahen, mit denen wir sprachen, waren teils westlich gekleidet, teils sehr traditionell. Auch in Burkas verhüllte Frauen, von denen man kein Stück Haut sah – sogar die Hände waren mit schwarzen Handschuhen bedeckt – konnten wir beobachten. Der Reiseführer erklärte, dass die ganz bedeckten Frauen Araberinnen seien. Marokkanerinnen würden sich nicht verschleiern, sondern trügen einen schlichten Kaftan und schon auch ein Kopftuch.

Die Märkte, in Marokko „Sukhs“ genannt, bringen nicht nur das westeuropäische Auge zum Staunen, sondern auch die olfaktorischen Sinne. Da finden sich billige chinesische Importwaren neben ursprünglich in Marokko hergestellten Produkten, herrlich duftende Gewürze, strenger riechende Fleisch- und Fischwaren und sehr spannende Gerichte, die wir leider nicht kosteten.

Natürlich mussten wir bei den einen oder anderen Dingen zuschlagen. Wir kauften wunderschöne, qualitativ hochwertige Schals und Stoffe, fein ziseliertes marokkanisches Teeservice, kleinere Lederwaren, ein bisschen Schmuck, Gewürze und hie und da ein paar Mineralien für unsere Lieben. Die Geschichten, die uns die Verkäufer beim Anpreisen ihrer Waren teils in supergutem Deutsch so erzählten, waren überaus interessant und spannend. Ob sie immer der Wahrheit entsprachen, will ich an dieser Stelle nicht hinterfragen.

Das Frühjahr ist sicherlich die beste Zeit, Marokko zu bereisen. Es grünt und blüht überall. Die Temperaturen sind für uns Nordlichter noch erträglich. Anfangs hatten wir kühle 20 Grad und zum Ende unserer Reise lagen die Temperaturen bei noch angenehmen 30 Grad. Im Sommer muss es im Land unerträglich sein. Unser sehr versierter Reiseführer erzählte uns, dass es in den heißesten Monaten um die 50 Grad hat und tagsüber selbstverständlich keiner auf den Straßen zu sehen ist.

Hier noch ein interessanter sozialpolitischer Aspekt: Der derzeitige König, Mohammed VI, setzt sich sehr für die Armen ein. Er lässt überall im Land Wohnungen für die Menschen bauen, die in einem Slum leben – ein paar solcher Slums konnten wir um Casablanca beim Vorbeifahren sehen. Wenn die Marokkaner einige Jahre in einer solchen Wohnung gelebt und monatlich eine kleine Miete gezahlt haben, gehört ihnen diese. So will der König die Armut bekämpfen und für die Menschen das Leben lebenswerter machen.

 

Wüstenschiff Saharaausläufer Atlas mit Schnee Filmstadt BerglandschaftSabine und RalfHöchster Punkt Bild mit Schlange

 

Zu den Gewürzen:

Ganz typisch marokkanisch ist Ras-el-Hanout. Übersetzt heißt es „Chef des Ladens“ und besteht aus ca. 30 Gewürzen, die marokkanische Familien als ihr Hausrezept selbst zusammenmischen. Es werden durch Gewürze wie Muskat, Zimt, Anis, Gelbwurz, Chili, Ingwer, Nelken, Pfeffer, Piment, Bockshornklee und Kardamon verschiedenste Aromen in der Mischung vereint. Nutzen kann man Ras-el-Hanout als Würze für Couscous, Hirse, Fleisch- und Gemüsegerichte.

Dann möchte ich an dieser Stelle Harissa, das in ganz Nordafrika bekannt ist, erwähnen. Diese Gewürzmischung besteht vor allem aus Chili, Cayenne-Pfeffer, Kreuzkümmel, Tomaten und Knoblauch. Für die Fans scharfer Gerichte ein Muss!

Kreuzkümmel, manchem als Cumin bekannt, ist ebenfalls ein typisches nordafrikanisches Gewürz. Als Samen oder gemahlen wird Kreuzkümmel für Couscous, zum Verfeinern von Fisch-, Lamm-, Geflügel- und Gemüsegerichten verwendet. In der indischen und mexikanischen Küche findet man Cumin ebenso. (Astrid)

 

Tajinen Schuhe Olivenstand Metzger Tote Schafe Schnecken zum Essen Mezze Produkte Ras el HanoutGruppenbild

 

Sommerurlaub in Amsterdam mit Stippvisite ans Meer

Dieses Jahr hat es meinen Mann und mich nach Holland verschlagen, genauer, nach Amsterdam. Dort haben wir
viel unternommen, haben mit einem 24-Stunden-Ticket gleich drei Grachtenrundfahrten gemacht, sind viel umhergelaufen und haben uns die Stadt – ein wahres Freilichtmuseum – eingehend angesehen. So manches größere und kleinere Museum stand natürlich auch auf dem Programm.
Und die Märkte! Einfach großartig. Am letzten Tag waren wir dann auch noch am Meer – traumhaft!
Was das Essen anbelangt, so reist man deswegen nicht unbedingt nach Holland.
Der Käse ist wirklich sehr gut, wenn man ihn auf dem Markt oder im Fachhandel kauft.

Aber wenn man essen gehen will, ist das nicht immer einfach. In Amsterdam gibt es viele Fastfood-Restaurants,
nein, nicht nur die üblichen Verdächtigen, sondern das Angebot ist dahingehend sehr international ausgerichtet
und manchmal sogar sehr exotisch. So gibt es beispielsweise ein Schnellrestaurant, das auch surinamesisches Essen anbietet. Das wollten wir unbedingt ausprobieren, denn wer weiß schon, was es in Surinam Typisches zu essen gibt? Wo liegt denn eigentlich Surinam? Nicht in Asien, was die Beschäftigten des Ladens aufgrund ihres Aussehens zwar vermuten ließen. Hier widersprachen sie gleich und gaben uns ein paar Informationsbroschüren zu Surinam mit.
Das Land liegt in Südamerika, hat aber viele Immigranten aus Fernostasien, sodass das Essen ebenfalls asiatisch angehaucht ist. Uns hat der Mittagssnack – Nudeln mit Gemüse und Tofu – sehr gut geschmeckt. Nach einem netten Gespräch gab uns der Küchenchef gleich ein paar mehr Kostproben der surinamesichen Küche, worüber wir uns sehr freuten. Das war wohl unser interessantester kulinarischer Ausflug in Amsterdam.
Nun, die Pommes waren echt nicht schlecht. Auch der Hering im Brötchen mit Gurkenscheibchen war gut.
Die süßen Hefewaffeln, die überall angepriesen wurden, musste ich natürlich ebenfalls einmal probieren –
warum nicht?
Außerdem gab es ja auch viele nette Cafés und Restaurants, wo wir uns gestärkt haben.

Hier einige Eindrücke:
(Astrid)

 

Adam_GrachtAdam_Markt_KäseAdam_Markt_FischAdam_FahrradverleihAdam_Cafe au LautAdam_Cafe_van GoghAdam_Markt_TontöpfeAdam_AutomatenessenAdam_SchaufensterAdam_KäsemuseumAdam_Mr TomAdam_Uwe FrittenAdam_WokboxAdam_MöweAdam_Strand

 

Stippvisite in Bad Reichenhall

Ende Juni war ich zu Korrekturarbeiten mit meiner Kollegin Gertrud in Bad Reichenhall. Dort hatten wir die Muße,
in aller Stille konzentriert zu arbeiten. Abends belohnten wir uns mit einem Besuch in der Stadt und gutem Essen. Einen ganz leckeren Nachtisch, nämlich das Früchteglas, habe ich zu Hause mit kleineren Veränderungen nachempfunden. Im Rezeptteil dieses Blogs ist meine Version des leckeren Desserts zu finden.

Bad Reichenhall hat mir übrigens wider Erwarten sehr gut gefallen. Der Grund, weswegen ich etwas vorurteilsbehaftet dahin fuhr, war, dass mir vorher erzählt worden war, wie überaltert und altbacken der gesamte Ort sei. Dem war überhaupt nicht so. Ich empfand die Stadt als sehr angenehm, habe dort einladende Restaurants und Cafés vorgefunden und war ganz begeistert vom Stadtzentrum, den interessanten Läden und den hübschen Häusern in der wunderschönen Landschaft. In den Straßen und Parkanlagen waren Menschen aller Altersstufen unterwegs.

Ein Highlight bildete der Besuch des Konzertes einer Nürnberger Band, die wir uns an unsrem letzten Abend in
Bad Reichenhall anhörten. Hier nun ein paar Impressionen von dieser Stippvisite:
(Astrid)

 

Reichenhall von obenCafe im KaufhausGeschirrBad Reichenhall WasserStatue Kurfürstlicher SalzamtsschreiberAlter FiatHaus ReichenhallGedenkwandSalin im RestaurantFrüchteglas_ReichenhallBad Reichenhall von oben

 

Fünf Tage St. Petersburg – Са́нкт-Петербу́рг

Schon seit Langem wollten meine Freundin aus Studientagen und ich einmal gemeinsam nach St. Petersburg reisen.
Die Weißen Nächte sollten es sein. Und dieses Jahr, kurz nach Pfingsten, war es dann soweit. Wir flogen mit der Fluggesellschaft Rossija für fünf Tage in die Stadt Peters des Großen und verbrachten dort eine herrliche, erlebnisreiche Zeit.

Natürlich schauten wir uns obligatorische Sehenswürdigkeiten an wie den Peterhof, die Peter-und-Paul-Festung,
das Russische Museum, die Isaakskathedrale oder die Auferstehungskirche, die an die Basiliuskathedrale auf dem Moskauer Roten Platz erinnert und so ganz und gar nicht in die Petersburger Umgebung passen will. Auch musste es der Newskij Prospekt sein, wo wir neu renovierte Passagen, exklusive Delikatessengeschäfte und allerlei interessante Cafés fanden. Ein bisschen schade fand ich, dass auch diese Großstadt im Zuge der Globalisierung immer stärker anderen gleicht. Aber der Markt bedient die Bedürfnisse der Konsumenten, so ist das nun einmal.

Ein ganz besonderes Highlight war sicherlich der Besuch der Aufführung von Tschajkowskijs Schwanensee zur Eröffnung der Weißen Nächte im Mariinski-Theater. Außerdem war ich ganz stolz auf mich, einer zweistündigen orthodoxen Messe in der Kasaner Kathedrale von Anfang bis Ende beigewohnt zu haben, zwar anstrengend, aber durchaus lohnenswert – insbesondere das Zwiegespräch zwischen den Popen und dem Chor, dessen Gesang sehr erhebend war, ganz zu schweigen vom Ambiente.

Insgesamt sind wir in den paar Tagen ca. 40 km gelaufen und viele Kilometer Metro gefahren, haben die immer länger werdenden Tage weidlich genutzt.

Kulinarisch haben wir es uns auch gutgehen lassen. Es gibt viele neuere Cafés und Restaurants, die wirklich überzeugen – ganz anders als noch vor gut 20 Jahren. Ich bin mit allerlei neuen Kochideen, die ich sukzessive auf diesem Blog veröffentlichen will, wieder zu Hause angekommen. Dazu gehören sicherlich die Pel’meni (пельме́ни) und der vegetarische Borschtsch (борщ), außerdem der leckere Kartoffelsalat mit Rote Bete und Matjes, dessen Name ich noch nicht herausgefunden habe.

Hier ein paar Impressionen von St. Petersburg:
(Astrid)

 

Angela mit Matrioschka Basilius_PetersburgBeerentartesDelikatessenEngelchen im SchaufensterGeniusbrunnenHauseckeHimbeertörtchenKirche bei NachtMosaikLieferwagen altMinarettPassagePeterhof_PalastSafran_SüssesTeller mit KuchenTeplo_GartenSüßes im Glas

 

Kurztrip nach Bologna

Ende Februar war ich in Bologna. Es schneite mit solch einer Intensität, die für die italienische Stadt sicherlich ungewöhnlich war. Vorab hatte ich jedenfalls nicht mit so viel Schnee gerechnet, die Italiener selbst wohl auch nicht.

Trotzdem war es ein sehr schöner, kulinarischer Kurztrip.

Ein paar interessante Informationen: Man nennt Bologna auch „la grassa“, die Fette, wegen ihres gehaltvollen Essens, „la rossa“, die Rote, wegen ihrer roten Ziegel der Häuser, außerdem weil Bologna einst kommunistisch regiert war und „la dotta“, die Gelehrte, da in der Stadt die älteste Universität Europas steht, man höre und staune 1088 gegründet. Unglaublich, was?

Dann ist Bologna Hauptstadt der Provinz Bologna sowie der Region Emilia-Romagna. Bologna als bedeutender Verkehrsknotenpunkt ermöglichte mir, einen eintägigen Trip nach Ravenna zu unternehmen, wo es herrliche frühmittelalterliche Mosaiken zu bestaunen gibt.

Von dem Essen in den „trattorias“ und „ristorantes“ träume ich immer noch. Bei dem Gedanken an die selbst gemachten Nudeln und den Käse, die ich mit nach Hause gebracht habe, läuft mir immer noch das Wasser im Munde zusammen. Und der Espresso!

Die nächste Reise nach Bologna – und die wird es geben – wird sicherlich im Frühling sein.

Hier einige Impressionen von meiner Kurzreise.
(Astrid)

 

2013-02-23 21.54.152013-02-24 11.14.102013-02-24 11.13.582013-02-24 11.12.09 - Kopie2013-02-24 11.11.07 - Kopie2013-02-24 11.10.062013-02-24 11.09.522013-02-24 11.10.442013-02-24 11.21.512013-02-22 19.40.332013-02-22 19.39.582013-02-24 11.00.242013-02-24 10.23.47

 

Mercado del Olivar

Kleiner, etwas wehmütiger Nachtrag zu unseren letzten Urlaubsreise:
Der Mercado del Olivar in Palma de Mallorca gilt als einer der schönsten Markthallen Europas und das meines Erachtens auch zu recht. Reifes Obst und Gemüse von der Insel, Schinken, Käse aus Menorca, frischer Fisch und Nüsse und Gewürze aller Art – einfach nur schön!
Hier ein paar Eindrücke vom Markt, sowie ein Bild von frischen Datteln an einem der vielen Dattelpalmen an der Uferpromenade von Palma.
(Friederike)

 

4-stockfisch2-käse3-datteln1-fischstand5-nussstand9-bombons8-laden7-gemuesestand6-markt12-wurst11-gemuese10-glaeser

 

Die schärfste Chili der Welt

Ende August überraschte der Waldgärtner seine Community mit einer ganz besonderen Sorte Chili, vor der er gleichzeitig alle warnte, denn sie sei die schärfste Chili der Welt. Die Frucht trägt den Namen Bhut Jolokia.

Als sie das erste Mal im Angebot war, holte nicht ich unser Gemüse ab, sondern Friederike & Oliver, die eine der scharfen Schoten für unsere Freundin Sandra mitnahmen. Sandra liebt scharfe Gerichte und so machte sie sich gleich dran, die feurige Frucht zu verarbeiten.

Als wir dann nach unsrem Urlaub miteinander sprachen, warnte mich Sandra sofort davor, die Chili ohne Handschuhe zu verarbeiten. Im Internet fand ich dann sogar eine Empfehlung, einen Mundschutz beim Arbeiten mit diesem Höllengewächs zu tragen.

All diese Erzählungen stimmten mich überaus neugierig und so machte ich mich an die Recherche zur Bhut Jolokia im Internet und fand folgende Informationen:

Die Bhut Jolokia wird auch Naga-Jolokia-Chili genannt, nach dem Ort, an dem sie im Nordosten Indiens angebaut wird. Laut Wikipedia handelt es sich um eine Paprika-Art und gehört zur Familie des Capsicum Chinese.

Da es sich bei der Frucht tatsächlich um die schärfste Chili der Welt handelt, ist sie natürlich auch im Guiness-Buch der Rekorde vertreten.

Den Schärfegrad von Gemüse und Früchten misst man mit der Einheit Scoville. Bei der Bhut Jolokia wurde eine Schärfe von über einer Million Scoville-Einheiten gemessen, was doppelt so hoch ist, wie die der zweitschärfsten Chili und dreimal höher als die der Habanero, die auch schon nicht ohne ist.

Eine Schote genügt, um zwei Mahlzeiten für eine größere (indische) Familie zu würzen.

Wird es einmal zu scharf, so soll man mit Öl nachspülen, nicht mit Wasser, da damit das Schärfeempfinden noch verstärkt wird. Bei milderen Chilis tut es auch ein Schluck Milch, da darin auch Fett enthalten ist.

Neben dem Verfeinern von Mahlzeiten, wird die Bhut Jolokia in Indien auch als Reizstoff verwendet, um Unruhen zu kontrollieren, so Wikipedia.

Youtube bietet nette kleine Filmchen über die Selbstversuche mit Bhut Jolokia.
(Astrid)

 

 

Marseille

Marseille – schon fast mehr Orient als Europa, bunt, laut, lebendig.
Arabisches Viertel, afrikanisches Viertel, Künstlerviertel, gedrängt volle Gassen mit einem Lebensmittelladen nach dem anderen, die Auslagen auf der Straße; Märkte, Patisserien, Cafés und Brasserien – vieles dreht sich ums Essen.
Besonders nett war auch, als wir etwas suchend an einem hübschen Platz vor einem marokkanischen Lokal unserer Wahl standen, aber alle Tische im Freien besetzt waren. Als wir uns jedoch zum Lokaleingang umdrehten, waren die Wirtsleute schon dabei, einen Extra-Tisch für uns ins Freie zu tragen. Die Tajine war sehr gut (vielleicht versuche ich das bei Gelegenheit hier nachzukochen) und frischen Pfefferminztee gab es inklusive in jeder gewünschten Menge. Wir waren so ziemlich die einzigen Gäste im Lokal ohne Kaftan, und ich war wohl die einzige Frau (außer der Wirtin), keiner verstand auch nur ein Wort Englisch (und wir kein Französisch). Trotzdem wurden wir ungemein freundlich bedient und von den Nachbartischen wünschte man uns „bon appétit“.
Hier nur ein paar fotografische Eindrücke, die ich in den wenigen Tagen festgehalten habe.
(Friederike)

 

mar-12 mar-11 mar-10

 

Viktualienmarkt

Mit einer der schönsten Orte in München ist der Viktualienmarkt.
Obwohl an manchen Tagen schon sehr touristenüberlaufen, ist es immer noch sehr gemütlich, dort einzukaufen. Nicht alles ist so teuer, wie man gemeinhin glauben möchte (einiges natürlich schon), die Qualität ist in der Regel sehr gut und man macht auch immer wieder schöne Entdeckungen („… möchten Sie die normale Rucola oder die breitblättrige…?“). Manche ausgefallene Kräuter oder Zutaten bekommt man sowieso nur dort.

Heute habe ich mich mal Tourist in der eigenen Stadt gespielt und ein bißchen fotografiert. Zum Beispiel ist da mein Lieblings-Pilzstand (ein ewiges Rätsel wird mir bleiben, warum sie mit giftigen Fliegenpilzen werben, aber die Pilze sind klasse). Oder der schöne Kartoffelstand, die „Metzgermeile“ und die tollen Käsestände. Und die Pferdemetzgerei gibt es auch noch (ob die wohl vom Tourismusamt unterstützt werden?). Und – liebe Astrid -, wir hätten gar keinen Holunder pflücken müssen, hier hätten wir ihn auch einfach kaufen können.
(Friederike)

 

 

Reise nach New York Ende August 2012

Gerade bin ich aus New York zurückgekehrt. Es war das erste Mal, dass ich westwärts über den großen Teich gereist bin und ich muss sagen, es war unglaublich interessant. Die Architektur, die Museen, die überaus freundlichen Menschen, die uns in den Straßen Harlems begrüßten wie auf dem Dorf, der Vibe haben mich fasziniert.

Doch war ich überrascht, dass das nun schon bei uns seit einiger Zeit bestehende Bewusstsein zum Thema Ernährung und Zubereitung gesunden Essens in der wunderschönen Stadt nicht einen so wichtigen Stellenwert einnimmt. Klar, man kann gut auswärts essen, das auch für weniger Geld, wenn man ein bisschen sucht und Glück hat. Viele New Yorker – so hat uns unsre Landlady Georgia erzählt – kochen nicht. Bei einer guided food tour durch Greenwich Village erzählte uns die Reiseleiterin, dass es aufgrund der hohen Quadratmeterpreise Appartements zu mieten gibt, die keine Kochgelegenheit bieten, sodass die Bewohner essen gehen müssen. Also ging ich gar nicht erst in einen book store, um nach aktuellen Küchentrends in New York zu stöbern.

Nach einigem Suchen auf Flohmärkten habe ich jedoch ein zwar älteres, aber ganz interessantes amerikanisches Kochbuch gefunden, aus dem ich mir Anregungen geholt habe. Mein erstes Rezept, das ich mit kleineren Änderungen nach Anleitung umgesetzt habe, sind Brownies. Friederike kam am selben Tag vorbei und durfte – neben Uwe – gleich mein Versuchskaninchen spielen. Beide waren recht angetan.
(Astrid)

 

Cupcakes_1riesige Ketchupflasche

 

Kann man in der Stadt wirklich gutes Gemüse kaufen?

Seit Anfang des Jahres sind Uwe und ich Mitglied einer CSA, dem Waldgärtner. Was eine CSA ist? Nun, ausformuliert heißt CSA Community Supported Agriculture. Es handelt sich dabei um eine privat initiierte und organisierte Wirtschaftsgemeinschaft. Eine Gruppe von Leuten zahlt über mehrere Monate hinweg regelmäßig einen festgelegten Beitrag und ein Gärtner pflanzt mit Hilfe der Mitgliedsbeiträge die Gemüsesorten an, auf die man sich vorab geeinigt hat. Ist das Gemüse reif, wird es geerntet und an die Mitglieder verteilt. Im Frühjahr, genauer am 2. April 2012, startete dieses Jahr für uns und die anderen Mitglieder die Abholperiode des Gemüses. Die Menge der abzuholenden Ernte war anfangs noch recht übersichtlich, wie das halt im Frühjahr mit dem Gärtnern so ist. Im Sommer jedoch wurden alle Mitglieder von Siggi, unsrem Waldgärtner, mit jeder Menge Zucchini, Auberginen, Bohnen und Tomaten in allen erdenklichen Variationen beliefert. Ich wusste übrigens gar nicht, dass es so viele Tomatensorten gibt, extrem schmackhaft und in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Eine Sorte sieht beispielsweise Paprika zum Verwechseln ähnlich.

Nach dem Abholen habe ich die Tomaten häufig gleich verwendet. Die ganz kleinen haben wir so im Vorbeigehen gegessen oder in den Salat getan. Die größeren Fleischtomaten, hierbei handelte es sich um wirklich große und sehr geschmackvolle Früchte, habe ich im Backofen gegart, für Tomatensaucen oder Eintöpfe verwendet, aber auch als Vorspeise mit Mozzarella hergenommen, nur um einige Verwendungsmöglichkeiten zu nennen.

Als es wirklich ganz viele Tomaten gab, habe ich einige als Sugo eingemacht, ein paar andere verkocht und zum baldigen Verzehr in Gläser gefüllt. Somit möchte ich uns die Periode ohne die sehr schmackhaften Früchte ein klein wenig verkürzen.

Was die Verwendung der Zucchini anbelangt, so hat mich eine liebe Freundin zum Geburtstag mit einem sehr sinnvollen Geschenk bedacht, nachdem sie von unserer Mitgliedschaft beim Waldgärtner gehört hatte. Sie schenkte mir das Büchlein von Irmela Erckenbrecht: Zucchini, Ein Erste-Hilfe-Handbuch für die Ernteschwemme. So manches Rezept hat mir über die Vielzahl der zu verarbeitenden Kürbissorte hinweg geholfen, ohne dass uns das Gemüse zu viel geworden wäre. Schön ist auch noch, dass es sich rein um vegetarische Rezepte handelt.

Neben den verschiedenen Variationen, Zucchini und Tomaten zuzubereiten, habe ich einige Bohnen- wie auch Auberginenrezepte ausprobiert. Die besten werde ich sukzessive auf unsrem Blog veröffentlichen.

Seit wir Mitglied beim Waldgärtner sind, spricht uns das Supermarktgemüse noch weniger an, das so aussieht, als sei es aus Wachs und häufig auch noch geschmacksneutral ist.

Lediglich unsere türkischen und griechischen Obst- und Gemüseverkäufer kommen mit ihrem Angebot dem ursprünglichen Geschmack der Früchte noch nahe.
(Astrid)