Pfefferminzsirup (geht genauso mit Mädesüß)

Bild_Marokkanische_Minze
Als ich noch ein Kind war, stellte meine Großmutter, die mit uns in einem Haus lebte, immer Pfefferminzsirup her. Wenn es richtig heiß war, gab sie mir ein großes Glas Sirup, verdünnt mit eiskaltem Wasser, was mich immer herrlich erfrischte. Dieser Saft, wie ich ihn nannte, war ziemlich süß, was für mich als Kind natürlich ganz toll war.

Vor ein paar Jahren habe ich mich an diesen zuckersüßen Sirup meiner Oma erinnert, suchte im Internet nach einem Rezept und stieß auf die Anleitung für Holunderblütensirup. Kurzerhand habe ich die Blüten durch die Blätter der Pfefferminze ersetzt und meinen erstes Pfefferminzkonzentrat produziert. Einen Bund Pfefferminze erhält man in fast allen türkischen Lebensmittelgeschäften.

Hier das ursprüngliche Rezept für Pfefferminzsirup, das ich für unsren kleinen Haushalt immer halbiere.

 


Zutaten:

Blätter von 12 Pfefferminzstängeln abgezupft
2 kg Zucker
1 L Wasser
2 unbehandelte Zitronen, in Scheiben geschnitten

Ein paar mit kochendem Wasser ausgespülte Flaschen und sterilisierte Verschlüsse


Zubereitung:

Alles zusammen in einen Topf geben und über Nacht ziehen lassen. Ich lege zunächst die Blätter hinein, dann die Zitronenscheiben. Darauf gebe ich den Zucker und schließlich füge ich das Wasser hinzu. Am nächsten Tag das Ganze aufkochen und ein paar Minuten köcheln lassen. Anschließend die Flüssigkeit durch ein ganz feines Sieb lassen, die Reste im Sieb mit einem großen Löffel ausdrücken und danach in Flaschen abfüllen. Zum Abfüllen benötigt man einen Trichter, der auch vorher mit kochendem Wasser ausgespült wurde. Die Flaschen so schnell wie möglich verschließen und abkühlen lassen. Tipp: Brauner Zucker oder gar Kandis gibt einen intensiveren Geschmack und ein bräunliches Ergebnis.

 

Pfefferminzsirup.1 Pfefferminzsirup_Flaschen

 

Mein Mann und ich lieben den Geschmack von einem Haucherl Pfefferminze in einem Glas Wasser mit ein paar Eiswürfeln und einer Scheibe Zitrone zur Garnitur. Ideal für heiße Tage!

Das obige Rezept ist auch mein Grundrezept für meinen Waldmeister- und Holunderblütensirup.

Letztes Jahr habe ich das Rezept für Sirup aus Mädesüß verwendet und es war bzw. ist immer noch ganz lecker.

 

Quelle: Rillke, wikimedia.org

A propos, was ist eigentlich Mädesüß? Eine Erklärung ist folgende (weitere Ausführungen bietet das Portal Wikipedia): Mädesüß ist eine Pflanzenart, die zu den Rosengewächsen gehört und in feuchten Regionen, häufig in Ufernähe von Bächen zu finden ist. Die Pflanze wurde früher zum Süßen und Aromatisieren von Wein und insbesondere Met verwendet. Der Name bedeute daher „Metsüße“. Außerdem wurde bei einer Kräuterwanderung im letzten Frühjahr von der Leiterin erklärt, dass Mädesüß auch eine medizinische Wirkung hat, ähnlich wie Aspirin. Daher sollte man auch nicht zu viel Mädesirup auf einmal trinken.

 

Hier ein Serviertipp für einen Mädesüßdrink:

Einen Schuss Mädesüß in ein großes Glas gießen, mit Wasser oder Mineralwasser auffüllen, bis das Glas zu 3/4 voll ist. Ganz lecker schmeckt der Saft einer halben Limette pro Glas dazu, Zitrone tut es aber auch. Im Sommer, wenn es richtig heiß ist, sollte man noch ein bis zwei Eiswürfel dazutun und fertig ist der Durst löschende Sirupdrink.

Achtung: Sobald die Sirupflasche angebrochen ist, sollte man sie im Kühlschrank aufbewahren, sonst läuft man Gefahr, dass der Sirup schimmelt, was mir kürzlich passierte. Schwebeteilchen im Sirup sind weiter nicht schlimm, wenn sie sich beim Schütteln auflösen. Das war ein Tipp von Friederike.

(Astrid) 


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