Penne tricolore mit Fette-Henne-Sauce

Letzte Woche auf dem Viktualienmarkt habe ich neben den Pfifferlingen, die an einem Stand zu haben waren, einen einem Schwamm täuschend echt gleichenden Pilz gesehen, der mir bisher noch nie aufgefallen ist. Auf meine Frage, um was für eine Pflanze es sich dabei handele, meinte die Standlbetreiberin, man nenne diesen Pilz „Fette Henne“. Er sei sehr schmackhaft und ganz einfach zuzubereiten.
Schön, dachte ich mir und nahm mir gleich ein kleines Stück Fette Henne (so groß wie ein üppiger Naturbadeschwamm) mit. Zubereitet habe ich den Pilz dann in einer Sahnesauce zu Nudeln. Bei der Pasta habe ich mich für Penne tricolore entschieden.

 

Zutaten für 2 Personen:

250 g Penne
Etwas Salz für das Nudelwasser
1 Stück badeschwammgroße Fette Henne
1 kleine Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
3 EL Sonnenblumenöl
1 kleine Tasse Gemüsebrühe
150 ml Sahne
1 kleiner Bund Petersilie
Etwas frisch gemahlener Kümmel
Salz, Pfeffer

 

Kräuter_fette_Henne

 

Zubereitung:

Den schwammartigen Pilz in ein Wasserbad geben und durch Hin- und Herbewegen den gröbsten Schmutz in dem Wasser beseitigen. Dann unter fließendes Wasser halten und den Pilz weiter von Erdresten befreien. Schließlich den schwammigen Teil des Pilzes von seinem massiven Stamm abzupfen, weiter den Dreck beseitigen und die sauberen, mundgroßen Stücke auf eine Küchenrolle zum Abtropfen legen. Vom Pilzstamm die immer noch mit Erde verschmutzten Teile abschneiden und den sauberen Teil in feine Scheiben schneiden. Den kochfertigen Pilz beiseitelegen.

Nun die Zwiebel und den Knoblauch schälen und klein würfeln. Auch schon die Petersilie waschen, kleinhacken und für den Schluss beiseite stellen.

In einer Pfanne das Sonnenblumenöl erhitzen, den zerteilten Pilz hineingeben und bei hoher Temperatur ca. 5 Minuten garen, bis die Flüssigkeit fast ganz verschwunden ist. Danach den Herd auf mittlere Temperatur zurückschalten und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel dazugeben. Alles 5 Minuten weiter garen lassen, bis die Zwiebeln und der Knoblauch glasig sind. Nun die Gemüsebrühe hinzugeben, weiter köcheln lassen. Salz, Pfeffer und Kümmel hinzugeben.

In der Zwischenzeit, ca. 10 Minuten bevor die Pilzsauce fertig ist, die Penne in reichlich Salzwasser kochen.

Am Schluss die Sauce mit der Sahne ablöschen. Nun nicht mehr kochen, sondern alles lediglich erhitzen. Vor dem Servieren die fein gehackte Petersilie zu den Pilzen geben. Evtl. mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Die Penne schließlich auf zwei Tellern verteilen, die Pilzsauce über den Nudeln verteilen und gleich servieren.

Dazu passt ein grüner Salat, z. B. Feldsalat und ein Bier.
(Astrid)

 

Pilz_in_Pfanne

 

Fazit: Gut schmecken tut dieser Pilz in der Tat. Jedoch ist das Saubermachen etwas aufwändiger – genauso wie bei den Pfifferlingen. Gelohnt hat sich der Aufwand aber auf jeden Fall und die Fette Henne wird im Herbst öfter bei uns auf der Speisekarte stehen.

Zusatzinfo: Dieser Pilz läuft außerdem unter folgenden Bezeichnungen: Bärenschädel, Faisterling, Krause Glucke, Riesenmorchel, (Krauser) Ziegenbart, zu Latein: SPARASSIS CRISPA

 


PDF pageEmail pagePrint page